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Projektbeschreibung

Autor: Julius | Datum: 20 September 2014, 13:11 | 0 Kommentare

Das Projekt in dem ich arbeite nennt sich C.P.A.J. (Centre Presbyterien d’ Amour des Jeunes)und ist eine Initiative der EPR (Englise Presbyterian Church au Rwanda).

Das C.PA.J. besteht aus einem Straßenkinder Projekt und einer Berufsschule.

 

Unterteilt ist die Berufsschule, sowie die 130 Schüler ,in drei Klassen. Zum einen in die zwei Friseur Klassen und zum anderen in die Schneider Klasse. In diesen Klassen werden die Jungen und Mädchen ein Jahre lang von Fachlehrern unterrichtet, bis sie nach einem zwei Monatigen Praktikum ihr Abschlusszeugnis erhalten.

 

Das Straßenkinderprojekt besteht seit 1998, ist ebenfalls eine Initiative der E.P.R. und ist ausschließlich für Jungen (Für Mädchen gibt es ähnliche Projekte). Das Gelände des C.P.A.J. Befindet sich in Kicukiro, einem Stadtteil Kigalis. C.P.A.J. ist 20 Minuten zu Fuß vom Zentrum Kicukiros und meinem zu Hause entfernt.

Dieses Projekt bietet Jungen einen Schlafplatz, Essen und auch die Möglichkeit eine Schule zu besuchen.

Die ersten drei Monate werden zur Eingewöhnung ausschließlich im C.P.A.J. verbracht. Da viele Kinder auf der Straße anfangen Zigaretten, Alkohol und andere Drogen zu konsumieren, müssen sie in dieser Zeit zeigen, dass sie sich an die Regeln des Projektes halten.

Nach dieser Zeit dürfen die Jungs in die Schule gehen; die Freizeit nach und vor der Schule wird aber trotzdem im C.P.A.J. verbracht.

Das Straßenkinder Projekt hat das Ziel die Kinder nach einer gewissen Zeit wieder in die Familien zu reintegrieren. Häufig ist es lediglich eine Frage des Geldes, das Kind wieder auf zu nehmen, schließlich bedeutet jedes Kind eine finanzielle Belastung.

Bei Weisen wird sich darum gekümmert, dass sie nach der Schule eine Ausbildungsstelle bekommen oder auf eine höhere Schule gehen können um später auf eigenen Füßen zu stehen.

Je nach dem wie hoch die Kapazität für die Aufnahme neuer Kinder ist, gehen die Sozialarbeiter des Zentrums los und versuchen neue Jungs davon zu Überzeugen in das Projekt zu kommen. Für mich war es zunächst sehr schwierig zu verstehen wieso man Straßenkinder davon überzeugen muss in eine Institution zu gehen, in der sie ein Bett und regelmäßiges Essen bekommen. Mittlerweile habe ich allerdings verstanden, das sich die Kinder auf der Straße in „Familien“ wieder zusammen schließen und sich dort auch geborgen und zuhause fühlen. Außerdem wissen die Kinder, dass sie in dem Projekt keine Suchtmittel konsumieren dürfen, weswegen sie sich auch dagegen entscheiden mit in das C.P.A.J. zu kommen. Ab und zu kommt es auch vor, dass kranke Straßenkinder in Zentren, wie beispielsweise das C.P.A.J., sich gesund pflegen lassen und nach der Genesung auf einmal wieder verschwinden.

In Kigali ist es für Kinder nicht erlaubt auf der Straße zu leben und werden deshalb von der Polizei immer wieder aufgegriffen und in Straßenkinderprojekte gebracht.

Nach Angabe der Behörden gibt es in Kigali ungefähr 7000 Straßenkinder, die Dunkelziffer ist weitaus höher.

Gründe wieso sich ein Kind dazu entscheidet von zu Hause weg zu gehen und auf der Straße zu leben kann viel Gründe haben. Häusliche Gewalt, Armut und Armut in Verbindung mit vielen Geschwistern, Prostitution, Tod der Eltern, etc.. Dies sind Gründe wieso sich Kinder selbstständig entscheiden ein Leben auf der Straße zu führen.

Es gibt aber auch die Situationen, dass Kinder unfreiwillig auf der Straße leben.

Beispielsweise wenn das Kind auf Grund einer Behinderung von den Eltern verstoßen wird.

Momentan befinden sich 50 Straßenkinder, im Alter zwischen 7 und 15 Jahren, in der Obhut der 8 Mitarbeiter.

Cyprien - Koordinator; Anselme - Accounting Financial Manager; Hélén, Naganda, Jackson – Sozialarbeiter; Nsabimana – Securitymann; Filimon – Koch und Ich der Volluntär.

Die Aufnahmekapazität wurde von 50 auf 100 Straßenkindern vor kurzem erweitert, indem weitere 25 doppelstockbetten gebaut wurden.

 

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