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Anreise

Autor: Julius | Datum: 19 September 2014, 22:02 | 1 Kommentare

Am Abend vor meiner Abreise war die Stimmung von meiner Seite - aber auch von Seiten meiner Eltern - ziemlich gedrückt. Ständig kam die Frage, ob ich auch wirklich alles eingepackt habe und Papa brachte 

mir noch diverses „Outdoor-Überlebens-Equipment“ in mein Zimmer.
In Rietberg musste ich über Karabiner und Schnürsenkel noch lachen, aber schon nach drei Wochen kamen diese Gegenstände in Rwanda zum Einsatz, um Max durchnässten Schuhe über dem Gaskocher zu trocknen.
Ich hielt es für besser, den letzten Abend nicht auf der Couch mit meinen Elt

ern zu verbringen. Glücklicherweise wurde an diesem Abend noch in einem Nachbarort ein Geburtstag gefeiert.

Das Aufstehen am nächsten Morgen (23.August 2014) fiel mir deshalb nicht ganz leicht, aber es war wirklich sehr schön, noch einmal vor der Abreise ein paar Freunde zu sehen.
Meine Familie wartete schon mit dem Frühstück auf mich und zu meiner Freude bekam ich etwas später auch noch Besuch: Familie Isenbort wollte es sich nicht nehmen lassen, mir kurz vor der Abreise noch Gesellschaft zu leisten. Etwas später kamen dann auch noch meine Großeltern, mein Onkel und meine kleine Cousine väterlicher Seits zur Verabschiedung vorbei.
Nach einer „melodramatischen“ Abschiedsszenen am Düsseldorfer Flughafen

und der freundlichen Durchsage „This is the final boarding call for flight KL 0535 to Amsterdam / Schiphol! The passengers Julius Fricke and Maximilian Duffe will be arriving at gate E20!“ saßen Max und ich dann endlich im Flugzeug nach Amsterdam, wo wir 16 Stunden (19:00-11:00, von Samstag auf Sonntag) Aufenthalt hatten.
Angekommen in Amsterdam, machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt, um uns ein Hostel für die Nacht zu suchen. Diese Suche gestaltete sich schwerer als gedacht. Es war die Nacht von Samstag auf Sonntag in Amsterdam und wir sahen so aus, als bräuchten wir unbedingt eine Unterkunft. – Das stimmte ja auch. Allerdings haben die Host

elrezeptionisten geglaubt, unsere Situation ausnutzen zu können. In vier Hostels wurde uns ein 8 Bettzimmer angeboten, für eine Nacht zu einem Preis von schlappen 170€ pro Person! Im fünften Hostel hatten wir dann Glück! Ein 6-Bettzimmer + Frühstück für 22,5 € und 5€ Kaution. Aus der anfänglichen Euphorie noch eine ganze Nacht alle Vorzüge Amsterdams auskosten zu können, entwickelte sich ganz schnell Müdigkeit, sodass wir bereits um elf Uhr im Bett lagen!

Um 11:15 ging unser Anschlussflug nach Kigali. Das bedeutete für uns: aufstehen um 7:00, Frühstücken, Ansichtskarten von unserer ersten Etappe schreiben und zur Bushaltestelle laufen. Um 8:30 fuhren wir dann vom schönen Grachtengürtel Amsterdams zurück zum Flughafen. Gegen 9:20 waren wir am Flughafen und diesmal saßen wir auch ohne persönlicher Einladung vom Bodenpersonal auf unseren richtigen Plätzen und sogar im richtigen Flugzeug.
Während des Fluges warteten wir die ganze Zeit darauf, die Baumgrenze zwischen der Sahara und den Tropen sehen zu können. Daraus wurde auf Grund der Wolken leider nichts. Also brauchten wir ein neues Objekt der freudigen Erwartung und wir entschieden, dass wir uns nun darauf freuen wollen, Rwanda von oben sehen zu können. Leider wurden wir auch diesmal enttäuscht, denn hier in Rwanda am Äquator geht die Sonne jeden Abend gegen halb sieben unter. Pech für uns! Allerdings konnten wir kurz nachdem es dunkel wurde ein atemberaubendes Gewitter vom Flugzeug aus bestaunen. So etwas hatten wir beide noch nicht gesehen - der gesamte Himmel war lila-rot und die Blitze erstreckten sich über unser gesamtes Blickfeld.
Nachdem wir das erste Mal unsere Füße auf afrikanischen Boden gesetzt hatten, ging es mit dem Bus zur Passkontrolle. Aber bevor wir überhaupt zu den Schaltern der Passkontrolleure durchgelassen wurden, wurden wir auf Ebola gecheckt. Das bedeutete in unserem Fall, Formular ausfüllen, Informationsblatt mitnehmen und Fieber messen lass

en. Das brauchte seine Zeit und so drehte das Gepäck schon munter Runden auf dem Gepäckband. Draußen vor dem Flughafengebäude wurden wir von unseren Mentoren, die Namensschilder in der Hand hielten, herzlichst empfangen. Für Max und m

ich hieß es dann auch erst einmal Abschied nehmen, auch wenn wir uns im Laufe des Jahres des öfteren mal sehen werden.

Cyprien, mein Mentor und Chef des Straßenkinderprojektes fuhr mich dann in seinem kleinen Geländewagen in das Hotel, in dem ich die ersten drei Nächte schlafen sollte. Dort angekommen aßen wir noch eine Kleinigkeit, unterhielten uns ein wenig, bis ich mich dann schlaftrunken bis zum nächsten Tag verabschiedete.

 

 

 

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